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Sie ist von uns gegangen. An ihrem Geburtstag. Rund vier Monate nach der vernichtenden Diagnose: Knochenkrebs. Als sie an ihrem Geburtstag ihren Vorderlauf nicht mehr aufsetzen kann und nicht mehr gehen will wissen wir, dass es Zeit ist, Abschied zu nehmen. Nicht mehr blenden lassen von der nach wie vor stets freundlich wedelnden Rute und auch nicht von ihrem klaren Blick. Beim Tierarzt lehnt sie sich auf dem Behandlungstisch gegen Marions Oberkörper und schaut uns lange und scheinbar wissend aus ihren tiefdunklen Augen an. Ganz ruhig und voller Vertrauen, so als wollte sie sagen: Macht euch keine Sorgen, es ist gut so. Dann ist es vorbei. Unsere Hera ist nicht mehr.

Als Hera zu uns kommt, ist sie zehn Wochen alt. Zuvor von einer Frau zurückgegeben, der sie zu unkontrolliert und wild ist. Als sie uns im Wohnzimmer des Züchters das erste Mal vorgestellt wird, springt sie im Schweinsgalopp aufs Sofa und von einem Schoß zum nächsten. Ein kleiner Wirbelwind. Allerliebst.  Nicht wild und unkontrolliert. Vielmehr ein Welpe, so wie er sein sollte: verspielt und frei, ganz unbefangen, selbstbewusst und voller Tatendrang. Ein geborenes Alphatier. Sie fügt sich ein und dominiert schon nach kurzer Zeit den Rüden, der knapp ein Jahr älter ist als sie. Dann nach und nach alle Hunde, mit denen sie zu tun hat. Ohne Stress. Sie kann eben nicht anders.

Sie entwickelt sich prächtig. Schlau ist sie. Und sie frisst alles, was sie kriegen kann. Als die Trockenfuttertonne einmal nicht richtig verschlossen ist, steckt sie darin. Nur die Hinterläufe schauen oben noch raus. Unten Fressen, Fressen, Fressen! Beste Voraussetzungen für den Sport. Für Futter tut sie alles. Und sie lernt schnell. Fährte und Unterordnung, kein Problem. Schutzdienst sowieso nicht.

Hera hat klare Grundsätze. Sie lässt sich nicht ärgern. Angepustet werden mag sie gar nicht. Im Vorbeigehen an der Rute ziehen? Nur wenn man Lust auf Bestrafung hat. Aber sie macht auch alles mit, geht mit uns durch dick und dünn. Keine Kompromisse. Immer in der ersten Reihe. Gezuckt wird nicht. Sie scheint unverwüstlich. Oft sitzen wir und sagen uns: die wird sehr alt werden. Das spüren wir und freuen uns.

Jetzt ist es vorbei. Geblieben ist die Erinnerung. An einen Hund, der ohne Übertreibung einzigartig war, Persönlichkeit hatte und Charakter.

Du fehlst !!!


 
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